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Die Ordensregularien der Mindelonia

2012a.jpgDer Jahresorden

Zum Motive gereicht meist ein Bild, das aus dem Inhalte der alljährlichen Einlagetänz- oder Schauspiele gewählet wird. Dieser Orden wird verliehen als Anerkennung der geschafften Arbeit und in Freundschaft. So wurde er daselbst zu Mindelheim gegeben für die Aktiven und deren Gäst’. Freunden will man Dank sagen für ihre Müh oder ihre Sorge um die Gilde. Wer die Cassa der Mindelonen füllt, soll ihn auch sein Eigen nennen. Eine Sammlung dieser Jahresorden findet ihr hier.

 

gildeorden.jpgDer Gildeorden

Das Gesicht dieser schönen Gabe zeiget zwei Masken, die da sind das Zeichen für die so feinen Antlitze unserer Tollitäten. Geradewegs in ihrer Mitte tragen sie den Hansl; umrahmet werden sie von den in Lettern gegossenen Worten „Eviva Mindelonia“ und „Dur ond Dur narret“. Dieses Zeichen der Würde kann nur einmal verliehen werden an Leut, die schon das fünfte Jahr viel Arbeit tun bei der Mindelonia und so das Recht haben sollen, den Orden zu tragen. Nur das Präsidium der Mindelonen kann durch einen weisen Beschluß herbeiführen, daß auch ein Freund, ein guter Gönner oder auch ein Sponsor dieses würdige Metall erhalten kann.

 

tuermeorden.jpgDer Türmeorden

Diese Auszeichnung zeiget die wohlgeschätzten Figuren der Türme unserer Stadt, die da sind: die Columbine, der Hansl und die Amme. Der Türmeorden kann nur vom allerhöchsten Präsidium der Gilde vergeben werden, wobei jedes Mitglied des Präsidiums gefraget werden muß und ein jeder den vorgeschlagenen Junker für würdig befinden muß, die Auszeichnung zu tragen. Hier sollen strenge Regeln gelten. Nur der kann Ehr genug im Leibe haben, der sich große Verdienste für die gesamte Gilde erworben hat. Und nur echte Mindelonen sollen ihn bekommen. Und merke: der Orden trägt selbst gar viel Würde in sich, so daß er mit keinem Mammon des Erdenrundes zu kaufen sei.

 

gaebelesteckaorden.jpgDer Gäbelestecka-Orden

Dieser zeigt einen Narren auf rotfarbenem Grunde; er ist an einer schweren Kette aufgegänget. Auch der Gäbelestecka kann nur vom hochgewürdigtem Präsidium vergeben werden, wobei alle mit einer gleichen Stimme sprechen müssen und zudem der Hofrat und alle anderen Träger des Gäbelestecka befraget werden müssen. Die Gilde erkennt damit die Verdienste um den humorigen und lebenslustigen Lebenswandel dieses hochwohlgeborenen Narren an, der sich verdienet gemacht hat um die Vertreibung allen grauen Odems aus den hohen Mauern unserer lieben Stadt, auf daß viele seinem Beispiele folgen mögen. Wer dann aber fragen will, ob dieser so würdevolle Orden mit schnödem Mammon zu erwerben sei, der bedeckt sich mit der allergrößten Schand solang er wandelt auf Erden. Die ehrenvollen Träger sind: Karl Hofmann, Otto Miß (FMS), Dr. Mathias Pest, Hermann Kopp, Horst Otto, Julius Strohmayer, Xaver Spaun, Karl Spies, Erwin Holzbaur, Willi Schielle, Toni Steber, Hubert Schwank, Michael Haid und Jochen Lew.

 

kamelorden.jpgDer Kamelorden

Der Kamelorden wurde von Dr. Karl Gregor anlässlich seines zehnjährigen Prinzenjubiläums 1961 gestiftet. Er wollte damit der vornehmen Bescheidenheit der Frauen von närrischen Leistungsträgern gedenken. Einzige Herren die diesen Orden in Empfang nehmen durften waren der damalige Prinz Wilhelm 1. Schielle, Präsident Karl Spies und der Stifter selbst.Über dem Kamel wachen die Argusaugen. Wem diese Wacht allerdings gelten sollte, den Frauen welche leicht vernachlässigt bei Hund und Möbel sassen oder den Herren, welche auch in damaliger Zeit sich in aufopferungsvoller Weise den Damen dienstbar machten, hat der Stifter bewusst im Dunklen gelassen. Da es sich bei diesem Orden um eine Stiftung handelt, kann der Orden im Sinne des Stifters bis zum heutigen Tag an Personen, gleich welchen Geschlechts, verliehen werden, welche durch Duldung der närrischen Tätigkeiten ihres Partners zum gelingen des närrischen Treibens beitragen. Grundsätzlich ist des den hochedlen Regentschaften der Mindelonia gestattet, so genannte Haus- oder Prinzenorden zu verleihen. Die Regenten können auf diese Weise speziell hofartige Personen würdigen und die Dankbarkeit zum Ausdruck bringen.

 

ritterorden.jpgDer Ritterorden

Der Ritterorden wurde durch das Präsidium der Mindelonia an die scheidenden Prinzen verliehen. Bei Wiederaufnahme der närrischen Amtsgeschäfte durch Präsident Christoph von Spieslingen im Jahre 1989 wurde dieser Orden nicht mehr verliehen. Die Emanzipation war soweit fortgeschritten, dass es als nicht tragbar erschien, nur den Prinzen für verdienstvolle Regentschaft einen Orden zu verleihen. Allerdings war der Orden auch nicht geeignet um ein Dekolte zu zieren. Die Verleihung des Ordens wurde ausgesetzt. Stattdessen dürfen die Regenten des großen Hofstaates ein Banner an die Standarte der Mindelonia zur Erinnerung anheften. Anlässlich eines grossen Prinzenballes im Jahre 2003, welcher auf Initiative von Prinzessin Stefanie I. Egger und Prinzessin Uli I. Spies ausgerufen wurde, verlieh das Präsidium zum großen Stern für den Prinz eine feinere Version für die Prinzessin. Geehrt wurden Marion I. Kugelmann und Romuald I. Trieb zum 20 jährigen Prinzenjubiläum.


Diese Regularien wurden vom erhabenen Präsidium der Gilde Mindelonia geprüfet und für geeignet befunden, die Verdienste aller Leut aufs Beste zu entlohnen.

 

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